Festgeld hat dem Tagesgeld voraus, dass man für den Festlegungszeitraum vor möglichen Zinssenkungen seitens der Bank geschützt ist. Wer Zinssenkungen erwartet, könnte mit einem Festgeldkonto gut beraten sein. Der Nachteil besteht darin, dass man sein Geld nicht vorzeitig vom Konto abziehen kann, ohne der Zinsen verlustig zu gehen. So hat man das Geld nicht zur Verfügung, wenn sich plötzlich günstige Anlagechancen auftun, oder eine unvorhergesehene dringende Ausgabe ansteht.
Insofern sollte eine Laufzeit gewählt werden, die man persönlich gut überschauen kann. Angebote gibt es für Laufzeiten ab einem Monat bis zu einem Jahr. Die Tagesgeldzinsen werden erst ab einer sechsmonatigen Laufzeit durch Festgeldzinsen übertroffen. Die Mindestanlagesumme liegt meist bei etwa 2.500 €. Bei den beiden derzeitigen Top-Anbietern mit 2,8 % Zinsen für eine Zwölf-Monate-Laufzeit, verlangt die Bank Of Scotland 2.000 €, und die IKB direkt 5.000 € Mindestanlagesumme.
Die besten Konditionen erhält man heute eher nicht, wenn man der Filiale seiner Hausbank einen Besuch abstattet. Man schaut direkt im Internet nach, gibt “Festgeld” in die Suchmaschine des Browsers ein, und stößt sofort auf mehrere Portale, auf denen die Festgeldangebote der Geldinstitute übersichtlich und vergleichbar dargestellt sind. Über einen Link erreicht man die Internetseiten der einzelnen Institute und kann sich noch detaillierter informieren und die ausgewählte Bank direkt kontaktieren. Die besten Möglichkeiten hat, wer zu Online-Banking oder Telefon-Banking bereit ist.
Wer Fragen zur Seriosität der in- und ausländischen Institute hat, zieht die von der Stiftung Warentest herausgegebene Zeitung “Finanztest” heran, und findet dort eine monatliche Bewertung der Festgeldangebote sowie Informationen zur Einlagensicherung.