Familienunternehmer kritisieren den Eurokurs von Merkel

Hundert Familienunternehmer haben in Deutschland gegen die Politik des Euro-Rettungsschirms für Krisenländer Protest eingelegt. Die Unternehmer haben die Regierung dazu aufgefordert, dass der rücksichtslosen deutschen Schuldenpolitik endlich ein Ende gesetzt werden müsse. Daneben sollten sie Änderungen in den vertraglichen Regelungen zur Währungsunion festlegen. Gemeinsam sind bei den beteiligten Familienunternehmen insgesamt über 200.000 Angestellte beschäftigt, die jährlich geschätzte 38 Milliarden Euro umsetzen. In der Erklärung hieß es, dass die Regierung durch die Rettungspolitik einen absolut falschen Weg einschlage. Außerdem trägt sie die Verantwortung dafür, dass sie im Zuge der Euro-Einführung die festgelegte Obergrenze der staatlichen Schulden nicht einhält und dazu beiträgt, die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank wegzunehmen. Die vereinbarte “No-bail-out”-Klausel im Lissaboner Vertrag sei durch die Finanzspritzen an Griechenland daneben auch nicht beachtet worden. Darin ist festgelegt, dass man keine Steuergelder eines Landes verwenden darf, um die Zahlungsprobleme eines anderen Mitgliedslandes zu lösen. Die hundert Familienunternehmer sind einer anderen Ansicht als viele Unternehmer aus Frankreich sowie auch Deutschland, welche letzte Woche den Euro als absolut notwendig in verschiedenen Zeitungsanzeigen betrachteten. Demnach wäre ein Scheitern des Euros ihrer Ansicht nach ein herber Rückschlag für die Europäische Union, wovon man die Bürger überzeugen müsse. Die Großunternehmen wandten sich an die Regierung, dass alles Mögliche versucht werden müsse, um die idealen Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen und stabilen Euro zu garantieren. Nur damit wäre in Zukunft ein europäischer Wohlstand garantiert. Anfang der Woche ließ der Regierungssprecher Steffen Seibert ausrichten, dass die Bundesregierung auf jeden Fall hinter der Währungsunion stehe. Für das stark verschuldete Griechenland ist ein Euro-Ausstieg absolut der falsche Weg. Stattdessen bemüht sich die deutsche Regierung darum, dass man Griechenland dabei unterstützte, ein wirtschaftlich gesehen erfolgreiches und finanziell gut aufgestelltes Land zu werden.

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