Die Baisse an der Börse

Was versteht man unter einer “Baisse” an der Börse?

Folgender Artikel soll dem Leser einen allgemeinen Überblick über die Funktionsweise der Börse geben, sowie eine Erläuterung des Begriffs “Baisse”.

Funktionsweise der Börse

Die Börse stellt im Kontext dieses Artikels einen Markt dar, an dem spezifische Objekte wie Wertpapiere, Devisen oder Rohstoffe gehandelt werden können. Die Preise der handelbaren Objekte werden dabei durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Börse stellt einen guten Indikator für den Zustand bzw. die gegenwärtige Entwicklung einer Volkswirtschaft dar, weshalb man zwischen verschiedenen Markt-Phasen und -Zuständen unterscheiden kann.

Bullen und Bären

In Zeiten kontinuierlich steigender Kurse spricht man von einem Bullenmarkt oder einer “Hausse” (Das Wort entstammt der französischen Sprache und bedeutet “Anstieg”). Das Gegenstück hierzu bildet der sogenannte Bärenmarkt, auch “Baisse” genannt.

Eine “Baisse” ist durch anhaltend fallende Kurse und Preisrückgänge gekennzeichnet. Das Anlegervertrauen sinkt, da mit schlechteren zukünftigen Entwicklungen der Wirtschaft, und damit fallenden Kursen, gerechnet wird. Die Nachfrage geht zurück und es entsteht ein Überangebot an Wertpapieren. Die Folge sind sinkende Preise. Anleger, die der Zukunft gegenüber pessimistisch eingestellt sind, nennt man daher auch “Bären”, im Gegensatz zu den “Bullen”, welche mit steigenden Kursen rechnen. Sinkende Kurse sind allerdings nicht immer mit einem Bärenmarkt oder einer “Baisse” gleichzusetzen. In vielen Fällen handelt es sich lediglich um eine kurzfristige Kurskorrektur, als Ergebnis einer länger anhaltenden Kursrally – darunter versteht man eine Phase stark steigender Kurse innerhalb eines kurzen Zeitraums.

Anlagestrategien während einer “Baisse”

Anleger können auch in Zeiten fallender Kurse bzw. während einer “Baisse” Gewinne erwirtschaften. Dazu kann man beispielsweise eine “Short-Position” eingehen. “Short-Positionen” sind auch unter dem Begriff Leerverkäufe bekannt. Mit dem Eingehen einer “Short-Position” spekuliert der Anleger auf fallende Kurse. Allgemein beschrieben leiht sich der Anleger dazu Aktien aus, die er am Markt bzw. an der Börse zum Verkauf anbietet. Wenn die Kurse sinken, kauft er die Wertpapiere zu einem niedrigeren Preis zurück und gibt sie dem Verleiher zurück. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis stellt den Gewinn dar (abzüglich Leih- und Transaktionsgebühren).

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