Gesundheit im Alter ist vor allem eine Frage gesunder Zähne. Leere Krankenkassen, eine steigende Lebenserwartung sowie eine abnehmende Geburtenrate machen es notwendig, die Zahngesundheit in die eigene Hand zu nehmen.
Demografischer Trend mit drastischen gesundheitlichen Folgen
Wer heute in der Bundesrepublik Deutschland auf die Welt kommt, der sieht in Punkto Lebenserwartung rosigen Zeiten entgegen: Bei Jungen beträgt diese inzwischen durchschnittlich mehr als 77 Jahre; Mädchen wird eine Lebenserwartung von rund 82 Jahren prognostiziert.
Ein Blick in die Presse – oder in die Verwandtschaft – zeigt allerdings: Bereits heute leben viele Personen, die ihren fünfzigsten Geburtstag bereits vor Dekaden gefeiert haben. Die unterschiedlichsten Statistiken zum Thema Demoskopie zeigen außerdem einen eindeutigen Trend in Richtung „überalternde Gesellschaft“. Dass gleichzeitig die Geburtenrate drastisch abnimmt hat zur Folge, dass immer weniger für immer mehr in den Gesundheitsfonds einzahlen.
Kranke öffentliche Kassen, privatwirtschaftlicher Gesundheits-Boom
Nicht umsonst kann in der Privatwirtschaft seit einiger Zeit ein regelrechter Gesundheits-Boom festgestellt werden. Fragen zur optimalen Lebensführung, damit in bester Gesundheit ein hohes Alter erreicht werden kann, treiben die Bevölkerung um und lässt einschlägige Ratgeberliteratur Rekordauflagen verzeichnen. Diverse Produkte aus dem Wellness- und Gesundheitssegment versprechen vitales Wohlbefinden auch im dritten Lebensabschnitt.
Dabei wird leider nach wie vor häufig darauf vergessen, dass die Basis einer idealen Vorsorge weniger die diversen Mittelchen und Medikamente gegen die jeweiligen gesundheitlichen Beschwerden sind. Die beste Vorbeugung stellt nach wie vor eine optimale Krankenversicherung dar.
Das öffentliche Gesundheitssystem ist aber aufgrund hoch verschuldeter Staatskassen der demografischen Herausforderung immer weniger gewachsen. Für die Zukunft sieht es in dieser Hinsicht noch düsterer aus. Dasselbe gilt auch für die Zähne, denn wenn das Geld nicht mehr reicht, wird als erstes bei Zahnbehandlungen gespart. Es geht dabei nicht nur ausschließlich, aber vor allem, um den gesundheitlichen Aspekt.
Zusatzversicherungen gegen soziale Abgrenzung?
Zahnerkrankungen können im schlimmsten Fall fatale Folgen nach sich ziehen. Kranke Zähne sind zum Beispiel nicht selten für schwerwiegende Herzleiden verantwortlich. Diese Folgeerkrankungen können zum einen mit regelmäßigen und sorgfältig durchgeführten Behandlungen bereits im Vorfeld vermieden werden. Allerdings verweigern die öffentlichen Krankenkassen immer häufiger sogar die dentale Grundversorgung, was ihnen allerdings zu einem späteren Zeitpunkt teuer zu stehen kommen wird.
Ein weiteres Problem, das eine ungenügende Betreuung eines Zahnarztes nach sich ziehen kann, ist sozialer Natur. Fehlerhafte Gebisse werden heute als Stigma empfunden. Auf den Punkt gebracht können sich wohlhabende Personen auch im fortgeschrittenen Alter ein gesundes und makelloses Gebiss leisten. Sitzt der Euro nicht so locker, dann macht dies der Zustand der Zähne für alle offensichtlich.
Aber selbst dann, wenn man sich Prothesen leisten kann, machen sich erhebliche Qualitätsunterschiede bemerkbar. Ein schlechter Sitz bedeutet nicht nur ein erheblich eingeschränktes Wohlbefinden, sondern auch ein gesundheitliches Risiko: Prothesen, die keine perfekte Passform aufweisen sind häufig für den Abbau der Knochen zuständig. Dieser Umstand macht es künftig noch schwerer, einen optimal sitzenden Zahnersatz zu finden.
Optimal versichert = Gesundheit im Alter
Die Lösung aus dem Teufelskreis von gesundheitlichen Einschränkungen und sozialer Ausgrenzung sind spezielle Zahnzusatzversicherungen. Es handelt sich dabei um Zusatzprodukte zur gesetzlichen Krankenkasse. Insgesamt geben die Deutschen dafür jährlich rund sechs Millionen Euro aus. Im Gegenzug werden derzeit Versicherungsleistungen im Gesamtwert von 21 Millionen Euro erworben.
Experten raten dazu, bei der Auswahl der zusätzlichen Versicherungspolicen sorgfältig vorzugehen. Für die anbietenden Anstalten stellt dieser Bereich vor allem ein Geschäft dar, das angekurbelt werden will. Worauf aber keinesfalls verzichtet werden sollte, sind Zahnzusatzversicherungen. Bei der Auswahl des Anbieters sollte weniger die prozentuale Höhe der Kostenrückerstattung berücksichtigt werden. Ein gewichtigeres Argument für oder gegen eine bestimmte Zahnzusatzversicherung stellt das darin enthaltene Leistungspaket dar.
Früher Abschluss zahlt sich aus
Welche Zahnzusatzversicherung die beste ist, kann nicht generalisiert werden. Dafür spielen diverse Faktoren wie der Zustand der Zähne, das Lebensalter oder die finanzielle Situation des Klienten bzw. Patienten eine wesentliche Rolle. Damit junge Generationen auf eine optimale und dennoch günstige Art und Weise auch im Alter von ihrer Zahnzusatzversicherung profitieren können, sollte diese möglichst früh abgeschlossen werden.
Je später man sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheidet, desto tiefer muss bei den regelmäßigen Beiträgen in die Tasche gegriffen werden. Außerdem verweigert eine Reihe von Versicherungsanstalten einen Versicherungsschutz, sofern der Interessierte die sechzig überschritten hat.