Banken müssen sich auf neue Kapitalregeln einstellen

Laut ersten Meldungen sollen die Bankinstitute von den Finanzwächtern dazu bewegt werden, dass sie große Kapitalrücklagen bilden, wodurch das globale Finanzsystem keiner längeren Bedrohung ausgesetzt ist. Das weltweite Finanzsystem stand im Zuge der Finanzkrise vor dem absoluten Kollaps, weshalb die Finanzwächter ab sofort für bestimmte Banken strenge Richtlinien fordern. Laut der Financial Times müssten gerade die großen Bankinstitute wesentlich größere Puffer anlegen als andere Finanzinstitute. Damit will man verhindern, dass es nochmals zu einem Finanzcrash kommt, welcher für das globale Bankensystem verheerende Folgen haben könnte. Darunter würde sich unter anderem auch die Deutsche Bank befinden, welche zu 30 großen Banken zählt, die ein höheres Kernkapital bilden müssen, als es die Basel III-Richtlinien vorschreiben. Diese werden ab dem Jahr 2013 eingeführt und zwingen die Bankinstituten dazu, dass sie mehr Kapital als Puffer für eventuell auftretende Verluste zurückhalten. Während die Basel III-Richtlinien sieben Prozent Eigenkapital vorschreibt, müssen die 30 großen Finanzinstitute mit einer 0,5 bis 2,5 Prozent höheren Quote rechnen. Weil sich die Deutsche Bank unter den acht Banken mit der größten Risikostufe befindet, dürfte ihre Kernkapitalquote bei 9,5 Prozent liegen. Allerdings könnten im Laufe der Zeit noch Änderungen an den Einstufungen der Banken vorgenommen werden. Erst a, 18 Juli dieses Jahres wird eine endgültige Entscheidung getroffen. Die Verhandlungsteilnehmer aus Japan sowie Frankreich sind momentan darum bemüht, dass sie ihre Bankinstitute aus den höchsten Risikoklassen irgendwie herausbekommen. Wie genau die Finanzinstitute die Kapitalrücklagen bilden müssen, steht bislang noch nicht fest. Neben normalen Kapitalrücklagen oder Aktien könnte es sich dabei auch um Pflichtwandelanleihen handeln, welche im Falle einer Krise von Fremd- in Eigenkapital umgewandelt werden können, sodass mögliche Verluste besser abzufangen sind.

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